TUTTO FA BRODO.

/ˈtutto fa ˈbrɔdo/

Das italienische Prinzip, nach dem selbst etwas Kleines oder scheinbar Unbedeutendes noch nützlich sein kann.

TUTTO FA BRODO.

Wie es aussieht

Ein Küchenprinzip: In eine Brühe kann fast alles hinein – Fleisch, Knochen, Gemüse, Reste. Für sich genommen wenig, zusammen immerhin etwas.

Was es bedeutet

Auch ein kleiner Beitrag hilft dem Endergebnis. Nicht genug zum Feiern, aber genug, um ihn nicht wegzuwerfen. Fünf gesparte Euro, drei Bonuspunkte, ein halber Urlaubstag oder ein Kunde, der nach siebzehn Angeboten drei Stück bestellt: tutto fa brodo. Kleine Siege, die nichts verändern, aber technisch gesehen besser sind als nichts.

So verwendet man es

— Hast du eine Gehaltserhöhung bekommen? — Ja. — Wie viel? — Zwanzig Euro. — Ah. Pause. — Na ja… tutto fa brodo. Der Ton vereint leichte Enttäuschung mit dem festen Entschluss, trotzdem mitzunehmen, was man bekommen hat.

Leseschlüssel

Tutto fa brodo ist die gelassene Akzeptanz des marginalen Beitrags. Nicht „Ich bin zufrieden“, sondern: „Nicht ganz das, was ich erhofft hatte, aber wenn es schon da ist, nehme ich es.“ Kleine Rabatte, Reste, Gefälligkeiten und Mini-Chancen kommen ständig. Also sammelt man sie und wirft sie in den Topf. Wenig? Ja. Aber es trägt etwas bei.

Ein Wort ergibt das nächste.

Du hast gerade eine weitere italienische Eigenheit entdeckt. Davon gibt es noch viele.

THEMEN ENTDECKEN

SPRACHEESSEN

DAS KÖNNTE DIR AUCH GEFALLEN

Hat dir der Blick hinter die italienischen Kulissen gefallen?

Allora. ist kostenlos und soll es bleiben. Wenn du helfen möchtest, neue Dinge zu entdecken, kannst du Komplize werden.

KOMPLIZE WERDEN →

Ab und zu ein neuer Ausdruck.

Hinterlass uns deine E-Mail-Adresse und wir sagen dir Bescheid, wenn ein neuer Eintrag bei Allora. erscheint.